Lebenslauf
Die junge Sopranistin Laura Richter studiert derzeit im Master Konzertgesang sowie Master Musiktheater an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in der Gesangsklasse von Prof. Christiane Iven. Zuvor absolvierte sie ihren Bachelor an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Lars Woldt und war Jungstudentin der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main.
Im Januar 2026 sang Laura Richter die Titelpartie in der Kinderoper „Der Kaiserin neue Kleider“ an der Bayerischen Staatsoper. Im April 2026 ist sie dort erneut als Aninka in „Brundibár“ unter der musikalischen Leitung von Vladimir Jurowski zu hören. Im März 2026 gab sie ihr Debüt als Frasquita in Bizets „Carmen“ am Hessischen Staatstheater Wiesbaden und wird dort ab August 2026 als Papagena in „Die Zauberflöte“ zu hören sein.
Seit der Spielzeit 2023/24 ist sie parallel zu ihrem Studium am Bayerischen Staatsschauspiel engagiert und wirkt in der Produktion „Andersens Erzählungen“ (Regie: Philipp Stölzl) als Meerschwester mit. Im Dezember 2025 sang sie bei der Kammeroper München im Cuvilliés-Theater Sand- und Taumännchen in Humperdincks „Hänsel und Gretel“.
Zu ihrem Opernrepertoire zählen Partien wie Belinda („Dido and Aeneas“), Pamina und Papagena („Die Zauberflöte“), Zerlina („Don Giovanni“), Gretchen („Der Wildschütz“) und Lauretta („Gianni Schicchi“), welche sie in verschiedenen Produktionen und Festivals sang.
Im Konzertbereich trat Laura Richter als Solistin unter anderem in der Isarphilharmonie München, im Konzerthaus Blaibach, im Beethoven-Haus Bonn, im Goethe-Haus Frankfurt und im Stadttheater Aschaffenburg auf. Ihr Repertoire umfasst Werke wie Vivaldis „Gloria“, Händels „Israel in Egypt“, Bachs Matthäus-Passion, Johannes-Passion, Weihnachtsoratorium und h-Moll-Messe, Mozarts „Exsultate, jubilate“ und „Vesperae solennes de confessore“, Faurés Requiem, Brahms’ Ein deutsches Requiem sowie Saint-Saëns’ Oratorio de Noël.
Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem 1. Preis beim Prager „Duschek-Wettbewerb“ der Mozart-Gesellschaft Tschechien, dem Preis für die beste Arieninterpretation beim Internationalen Haydn-Wettbewerb sowie dem 3. Preis und Publikumspreis beim „Lions Musikpreis Deutschland“. Zudem war sie Finalistin beim Bundeswettbewerb Gesang Berlin sowie Semifinalistin beim Concorso Lirico Portofino und beim Cascais Opera Wettbewerb. Weitere Auszeichnungen sind ein Bärenreiter-Sonderpreis sowie der 3. Preis bei der Internationalen NOMEA Competition.
Laura Richter ist Stipendiatin der Clemens-Brentano-Akademie Aschaffenburg und der Internationalen Bachakademie Stuttgart, wo sie solistisch unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann sang. Darüber hinaus war sie Teilnehmerin des Exzellenzlabors Oper 2023 sowie des Operncampus 3303 am Theater St. Gallen und wurde mit dem Deutschlandstipendium gefördert.
Künstlerische Impulse erhielt sie durch Meisterkurse, unter anderem im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals, bei Edda Moser, Brigitte Fassbaender, Hedwig Fassbender, Chen Reiss, Emma Kirkby, Gerhild Romberger und Ian Bostridge.